Erfinder und Entdecker aus Dresden


Die sächsische Residenzstadt entwickelte sich schon früh zu einem Zentrum von Bildung und Kultur. So ist es nur folgerichtig, daß von Dresden aus innovative Erfindungen ihren Siegeszug um die Welt antraten. Einige sind noch heute, sogar im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde, andere geraten im Strom der Zeit langsam in Vergessenheit. Hier soll an die damals bahnbrechenden Entdeckungen und deren geistige Mütter und Väter erinnert werden.

Als ersten Dresdner Erfinder kann man Johann Friedrich Böttger bezeichnen, unter seiner Leitung wurde 1709 das erste europäische Porzellan hergestellt. Ein gutes Jahrhundert später brachte Friedrich Adolph Struve erstmals künstliches Mineralwasser auf den Markt, wenige Jahre darauf folgte aus der Firma Jordan & Timaeus die erste Tafel Milchschokolade.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auch Dresden von Gründerzeit und industrieller Revolution erfaßt. 1886 produzierte Paul Gustav Pfund die erste Kondensmilch der Welt, 1892 gelang Karl August Lingner mit seinem "Odol"-Mundwasser ein fulminanter wirtschaftlicher Erfolg. Im selben Jahr kamen die ersten Bierdeckel, hergestellt in der Fabrik des Unternehmers Rudolf Sputh, auf die Tische der Restaurationen und Sommerwirtschaften.

Auch nach Anbruch des 20. Jahrhunderts folgten weitere innovative Neuigkeiten. 1907 stellte Ottomar von Mayenburg erstmals seine "Chlorodont"-Zahncreme her. Ein Jahr später begann der Siegeszug des Kaffeefilters von Melitta Bentz. Mitte des darauf folgenden Jahrzehnts erblickte das Magnettonband von Fritz Pfleumer das Licht der Welt. 1929 kamen die ersten Teebeutel der Welt in die Geschäfte, und wenige Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konstruierte Karl Nüchterlein die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Danach verhinderten die Kriegsjahre zunächst jede weitere Innovation.